📆 Dienstag, 25. März
► Europäische Aktien legten zu, da die Anleger die jüngsten Entwicklungen in der US-Handelspolitik und die positiven Anzeichen aus der deutschen Wirtschaft (weiche Daten) verarbeiteten. Der Stoxx 600 stieg um +0,75 %, gestützt durch die Stärke von Energieunternehmen, insbesondere Shell (+2,1 %), das aufgrund des Versprechens, die Renditen der Anleger über sein LNG-Handelsgeschäft zu steigern, zulegte. Die Gewinne wurden durch steigende Ölpreise unterstützt, die dem Sektor zusätzlichen Schwung verliehen. Unterdessen stieg der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex im März auf 86,7 und signalisierte eine Verbesserung der Geschäftsstimmung nach dem historischen schuldenfinanzierten Investitionsschub des Landes in Infrastruktur und Verteidigung. Der deutsche DAX stieg um fast +1,0 %. In Frankreich stieg der CAC 40 sogar um 1,1 % und ignorierte damit den Rückgang der EU-Autoverkäufe um 3,4 % im Februar – wobei Deutschland (-6,4 %) und Italien (-6,2 %) die stärksten Rückgänge verzeichneten. Die Märkte scheinen die Hoffnung einzupreisen, dass gezielte fiskalische Unterstützung und nachlassende Handelsängste das Wachstum stützen könnten.
► Die US-Aktien-Futures haben sich nach einem starken Wochenstart im Handel vor dem Börsengang am Dienstag kaum verändert. Der S&P 500 (+0,1 %) erholt sich leicht von den frühen Verlusten vor dem Börsengang, und der Nasdaq 100 ist nahezu unverändert, wobei es nach den sehr starken Gewinnen von gestern und der vorsichtigen Positionierung im Vorfeld der PCE-Inflationsdaten im Laufe dieser Woche zu einigen Gewinnmitnahmen kommt. Die Erholung am Montag wurde durch den Optimismus angeheizt, dass die von Präsident Trump geplanten „gegenseitigen“ Zölle (die am 2. April in Kraft treten sollen) selektiver sein könnten, mit Ausnahmen für wichtige Handelspartner und ohne sofortige Einführung sektorspezifischer Maßnahmen wie im Automobilsektor. Die Kommentare der Fed sorgten jedoch für zusätzliche Spannungen – der Präsident der Fed von Atlanta, Raphael Bostic, signalisierte, dass er nun nur noch mit einer Zinssenkung in diesem Jahr rechne, und verwies auf die ungleichmäßigen Fortschritte bei der Erreichung des Inflationsziels der Fed von 2 % aufgrund des zollbedingten Preisdrucks. Diese Verschärfung der Geldpolitik dämpfte die anfängliche Begeisterung und verstärkte den Fokus der Anleger auf die künftigen Makrodaten und die Botschaften der Fed.
► Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum schlossen uneinheitlich, was die regionalen Stimmungsunterschiede widerspiegelt. Der japanische Nikkei 225 legte um +0,52 % zu, angetrieben von Bank- und Industrieaktien, wobei der Topix sich einem 8-Monats-Hoch näherte. Trotz der Stärke schwächte sich der JPY auf fast 150,7/USD ab, bevor er wieder ansteigen konnte, unter dem Druck eher gemäßigter Untertöne im Sitzungsprotokoll der BoJ, in dem die Möglichkeit künftiger Zinserhöhungen eingeräumt wurde – allerdings nur, wenn die Lohn- und Inflationstrends dies rechtfertigen. In China war die Stimmung fragil. Der Hang Seng Tech Index fiel um 2,25 %, belastet durch den massiven Aktienverkauf von Xiaomi und enttäuschende Gewinne in diesem Sektor. Alibaba fiel um 3,5 %, nachdem sein Vorsitzender vor einer möglichen Blase im Bereich der KI-Infrastruktur gewarnt hatte. Der Shenzhen Component und der Shanghai Composite gaben ebenfalls nach, da die Händler schwache Steuereinnahmen und eine Verschiebung der Liquiditätsoperationen der PBOC verdauten, was die Unsicherheit in Bezug auf die Kreditkosten erhöhte. Der australische ASX 200 erzielte bescheidene Gewinne und hielt sich in der Nähe von Zwei-Wochen-Hochs, da die Anleger auf Klarheit aus dem bevorstehenden Bundeshaushalt warteten, der sich voraussichtlich auf die Unterstützung der Lebenshaltungskosten und den Wohnungsbau konzentrieren wird.
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