📆 Freitag, 14. März
► Europäische Aktien erholten sich am Freitag, wobei der Stoxx 600 Index um 0,8 % stieg, aber immer noch auf den größten wöchentlichen Rückgang seit drei Monaten zusteuert, da die Unsicherheit im Zusammenhang mit Trumps Zollkrieg und geopolitische Spannungen die Stimmung weiterhin belasteten. Die britische Wirtschaft schrumpfte im Januar um 0,1 % und verfehlte damit die Erwartungen eines Wachstums von 0,1 %, was auf Rückgänge im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe zurückzuführen ist. Die jährliche Inflationsrate Deutschlands blieb im Februar stabil bei 2,3 % und bestätigte damit, dass der Preisdruck weiterhin anhält. Die französische Inflation fiel auf 0,8 % und damit auf den niedrigsten Stand seit 2021, was darauf hindeutet, dass der Preisdruck in der Eurozone weiterhin ungleichmäßig verteilt ist. Die Aktien des Luxusgüterkonzerns Kering SA stürzten bei der Eröffnung um 11 % ab, nachdem die Investoren von der Ernennung von Demna zum neuen künstlerischen Leiter von Gucci enttäuscht waren, was Zweifel an der Turnaround-Strategie der Marke aufkommen ließ.
► Die US-Aktien-Futures stiegen im US Pre-Market, wobei die S&P-500-Futures um 1,0 % und die Nasdaq-100-Futures um 1,4 % zulegten, nachdem die Gesetzgeber signalisiert hatten, dass sie ein Notfinanzierungsgesetz verabschieden würden, um einen Regierungsstillstand zu vermeiden. Der S&P 500 war am Donnerstag in den Korrekturbereich gefallen und hatte seine Verluste gegenüber dem Höchststand im Februar um mehr als 10 % ausgeweitet. Der Nasdaq 100 liegt immer noch etwa 14 % unter seinem Allzeithoch, da die Stimmung der Anleger aufgrund des eskalierenden Handelskrieges von Trump und Anzeichen einer Konjunkturabschwächung getrübt ist. Die wechselnde Haltung der Trump-Regierung zu Zöllen bleibt ein entscheidender Faktor für die Volatilität. Nachdem die Trump-Regierung als Reaktion auf EU-Abgaben auf amerikanischen Whiskey mit Zöllen in Höhe von 200 % auf europäische alkoholische Produkte gedroht hat, befürchten Händler eine Eskalation der Handelsspannungen, die der globalen Nachfrage schaden könnte. Die Märkte beobachten auch die Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump genau, da Russland Interesse an Gesprächen über einen Waffenstillstand in der Ukraine signalisiert hat (glaubt Putin nicht!). Gleichzeitig verhängten die USA jedoch neue Sanktionen gegen russische Banken und schränkten Zahlungen für Energiegeschäfte ein, was die diplomatischen Bemühungen weiter erschwert.
► Die asiatischen Märkte stiegen am Freitag deutlich an, da die Anleger auf weitere Impulse aus China und Japan setzten. Der Shanghai Composite (+1,77 %) in China und der Hang Seng Index (+2,12 %) in Hongkong beendeten ihre Verluststrähne, da die Anleger die abgestürzten Aktien zurückkauften. Bankaktien führten die Rallye an, da die Erwartungen wuchsen, dass Peking den Mindestreservesatz senken könnte, um mehr Liquidität in das Finanzsystem zu bringen. Der japanische Nikkei 225 (+0,73 %) stieg leicht an, obwohl der JPY nach den jüngsten starken Gewinnen auf unter 148/USD fiel. Die Anleger verfolgten weiterhin die Signale des Gouverneurs der Bank of Japan, Kazuo Ueda, zur Geldpolitik, da die Zentralbank sich darauf vorbereitet, ihre Bilanz zu reduzieren und die Geldpolitik allmählich zu straffen.
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