📆 Freitag, 28. März
► Die europäischen Märkte werden am Freitag uneinheitlich gehandelt, da die Anleger die neuen Inflationsdaten und die zunehmenden Handelsspannungen verdauen. Der Stoxx 600 ist derzeit um etwa 0,25 % gesunken und setzt damit seinen wöchentlichen Rückgang nach früheren starken Verlusten fort, obwohl sich die Autowerte nach dem starken Ausverkauf am Donnerstag leicht erholt haben. Der französische CAC 40 fiel um mehr als 0,4 %, der deutsche DAX verlor erneut stark um 0,6 %, während der britische FTSE 100 sich an diesem Tag kaum veränderte und von verbesserten Einzelhandelsdaten profitierte. Die Inflationszahlen aus Frankreich (0,9 %) und Spanien (2,2 %) lagen unter den Erwartungen, was die Wetten auf Zinssenkungen der EZB verstärkte. Die Märkte preisen nun eine Lockerung um 60 Basispunkte in diesem Jahr ein. Die Renditen regionaler Anleihen gingen zurück, und EZB-Vizepräsident de Guindos bestätigte, dass der Disinflationstrend intakt bleibt.
► US-Aktien schlossen gestern niedriger, nachdem Präsident Trump einen Zoll von 25 % auf Autoimporte unterzeichnet hatte (der schrittweise eingeführt werden soll – oder vielleicht auch nicht denn niemand kann vorhersagen, was die Trump-Regierung am Ende wirklich tut bzw. umsetzt), was die Befürchtungen eines sich verschärfenden Handelskrieges wieder aufleben ließ. Der S&P 500 fiel um 0,2 %, während der Nasdaq 100 um etwa 0,35 % niedriger notiert aktuell, belastet durch anhaltende Verluste bei Autoherstellern und Chip-Aktien – beide empfindlich gegenüber Sorge über das China-Geschäft. Das stärker als erwartete BIP-Wachstum (2,4 %) und die Verlangsamung der Kern-PCE-Inflation im Quartalsvergleich (beide gestern; Kerninflation QoQ 2,6 %) konnten die handelsbedingten Bedenken nicht ausgleichen. Kurzfristige Staatsanleihen outperformten, wobei die Rendite 10-jähriger Anleihen auf 4,27 % zurückging. Die Anleger richten ihren Fokus nun auf den PCE–Inflationsbericht ♦️vom Freitag (Monats- und Jahresvergleich), um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.
► Die asiatischen Märkte schlossen uneinheitlich, da die Anleger auf die Folgen der (möglicherweise) eskalierenden US-Handelsmaßnahmen reagierten. Der japanische Nikkei 225 sank um 1,99 % und verzeichnete damit den schlimmsten Tagesverlust seit Wochen, was auf anhaltende Verluste bei den Autoherstellern zurückzuführen ist. Toyota, Honda und Nissan verzeichneten weitere Rückgänge, wobei der Marktwert der drei größten japanischen Autohersteller in dieser Woche um fast $20 Milliarden chrumpfte. Der Shanghai Composite in China verlor 0,67 %, obwohl Technologie- und Metallaktien dazu beitrugen, die Verluste abzufedern. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 0,62 % und spiegelte damit die regionale Risikoscheu wider.
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