📆 Donnerstag, 3. April
► Der Stoxx 600 Index stürzte um 1,7 % ab und folgte den Rückgängen in Asien (und USA) im Zuge eines globalen Ausverkaufs, der durch Trumps aggressive Zollankündigung ausgelöst wurde. Schuh- und Bekleidungsunternehmen wie Adidas und Puma brachen um fast 10 % ein, was durch Zölle auf Vietnam und andere wichtige Produktionszentren verursacht wurde. Die wichtigsten Indizes gaben nach, wobei der deutsche DAX um 1,8 % fiel und damit den niedrigsten Stand seit fast zwei Monaten erreichte, während der französische CAC 40 um 2,2 % nachgab. Der EUR stieg um 1 % auf ein Sechsmonatshoch, was auf Anzeichen dafür zurückzuführen ist, dass der EUR gegenüber dem USD bevorzugt wird – und somit auch von den Sorgen um die US-Wirtschaft profitiert. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bezeichnete die Zölle als „schweren Schlag für die Weltwirtschaft“ und erklärte, dass die EU Gegenmaßnahmen vorbereite, falls die Verhandlungen scheitern sollten.
► Die US-Aktien-Futures stürzten ab (übrigens schlimmer! als die Indizes in Europa und Asien – vor allem China), wobei der S&P 500 um 3,2 % und der Nasdaq um über 3,6 % fielen, da sich die Investoren auf die Auswirkungen von Trumps umfassenden 10-prozentigen Zöllen auf alle importierten Waren + Trumps „Gegenzöllen“ gefasst machten. Die Aktien multinationaler Giganten wie Apple, Caterpillar, Boeing, Nike usw. fielen stark. Die Anleiherenditen brachen ein, wobei die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen um fast 15 Basispunkte auf 4,05 % fiel, was auf eine starke Nachfrage nach sicheren Häfen (US-Anleihen) hindeutet. Die Zölle könnten die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession erhöhen, insbesondere wenn Vergeltungsmaßnahmen ergriffen werden. Analysten der Deutschen Bank warnen, dass die Zölle das US-BIP in diesem Jahr um bis zu 1,5 % senken und gleichzeitig die Verbraucherpreisinflation um einen ähnlichen Betrag erhöhen könnten. Robert Lindner, Chefanalyst bei SmartTrader, erwähnte auch, dass die US-Wirtschaft und US-Unternehmen überhaupt nicht auf diese dramatischen Veränderungen vorbereitet sind – deutlich höhere Preise werden die Folge sein, da US-Unternehmen nicht in der Lage sein werden, alle Waren (in Bezug auf Qualität und Quantität), die jetzt wahrscheinlich weniger in die USA importiert werden, zu ersetzen oder zu produzieren. Trump scheint nicht zu verstehen, dass der US-Verbraucher den Löwenanteil dieser Zölle zahlen muss.
► Die asiatischen Aktien folgten dem globalen Abwärtstrend, wobei der japanische Nikkei 225 um 2,73 % sank. Japanische Aktien erreichten ihren niedrigsten Stand seit Monaten, wobei ein stärkerer JPY zusätzlichen Gegenwind verursachte und der USD/JPY sogar unter 147.000 fiel. Der chinesische Shanghai Composite gab moderat um 0,24 % nach, und der Shenzhen Component rutschte um 1,4 % ab. Der Hongkonger Hang Seng Index fiel um 1,54 %. China drohte mit Vergeltung, wobei das Handelsministerium erklärte, dass die Zölle „nicht mit den internationalen Handelsregeln übereinstimmen“ und ein Akt des „einseitigen Mobbings“ seien. Der australische ASX 200 fiel um 0,94 % und erreichte damit ein Drei-Wochen-Tief.
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